Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands und das ist auch der Grund warum ich hier meine Tour gestartet habe. Ursprünglich wollte ich einmal von Ost nach West die Bundesrepublik Deutschlan durchqueren, von Görlitz nach Trier. Doch dann kam in mir das Verlangen auf, doch noch einmal wenigstens in die Richtung von Santiago zu gehen. Kurzfristig habe ich meine Pläne geändert.
Die östlichste Stadt Deutschland verdankt ihre Entstehung einem wichtigen Neißeübergang. Früher zogen Händler und Reisende durch eine flache Furt, an deren beiden Seiten eine kleine Stadt heranwuchs.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Neiße zur Grenze Zwischen Deutschland und Polen. Und somit wurde Görlitz geteilt.
Der Polnische Teil heist heute "Zgorzelec".
Görlitz wurde im Krieg, Gott sei dank, nicht zerbombt und hat darum eine sehr schöne und gut erhaltene Altstadt.
Mit etwas Aufmerksamkeit findet man leicht den Weg. Es geht erst steil bergauf zur Peter und Paul Kirche. Dann wieder hinunter zur Heilig-Grab-Straße. Dieser folgt man stetig bergauf am Klinikum vorbei bis zu einem Bahnübergang. Nun hat man eine Hochebene erreicht und biegt rechts ab auf den Radweg. Gemütlich geht es weiter nach Ebersbach.
Weite Felder und Wiesen, ab und zu ein kleiner Wald prägen die Landschaft. Auf schmalen Straßen und Wirtschaftswegen geht es einsam dahin bis man in ca. 4 Stunden einen Wald erreicht. Jetzt geht es steil bergauf zur "Hochsteinbaude". Ein Ausflugslokal mitten im Wald. Das Besondere ist: Hier wird für Pilger mit Pilgerausweis ein verbilligtes Essen angeboten.
Die "Hochsteinbaude" liegt mitten im Wald der "Königshainer Berge". Diese bilden das kleinste Gebirge Dautschlands.
Es geht nun bergab, bis man wieder die Felder und Wiesen erreicht hat. Nach kurzer Zeit kommt "Arnsdorf" in Sicht. Ein Kleines Dorf mit einer sehr schönen Herberge, dem Landkino im evangelischen Pfarrhof. Hier habe ich übernachtet. Eine sehr schöne Herberge auf Spendenbasis. Lebensmittel und Getränke sind vorhanden.